Equipment Fokus: Förderband

Eine profitable, moderne Waschanlage muss auf den ersten Blick für den Kunden vor allem eins sein: sauber und ansprechend. Eine Aufgabe, deren Erfüllung nicht unbedingt leicht ist. Viele Einzelteile die gehegt und gepflegt und auf dem neusten Stand der Technik gehalten werden müssen. Dazu zählt auch das Förderbandsystem, welchem wir heute unsere Aufmerksamkeit schenken möchten.

Unscheinbar versteckt unter den Autos als reines Transportmittel in Waschstraßen, beeinflussen sie doch stark die alltäglichen Arbeit: Schnelligkeit, Sicherheit für Mitarbeiter und Kunden sowie die Prävention von möglichen Unfällen sind nur einige Punkte, die vom Band beeinflusst werden.

So hat die Weiterentwicklung der Technik dafür gesorgt, dass mehr als das Doppelte der Waschgänge inzwischen gewaschen werden kann, bevor größere Wartungen oder der Austausch des Bandes anstehen. Sowohl Design-, als auch Installations- und Betriebsfaktoren wurden stetig verbessert, sodass Be- und Entladung vereinfacht und effizienter wurden.

Designfeatures

Die Langlebigkeit wurde durch Fortschritte in der Materialauswahl und -zusammensetzung unterstützt. Polymere sorgen für bessere Standhaftigkeit im nassen Alltagsgeschäft und werden durch integrierte Reinigungssysteme länger am Laufen gehalten.

Zudem lässt sich nun aus verschiedenen Tiefen und Breiten wählen. „Herkömmliche Schleppketten brauchen eine Aushebung von mindestens 45 Zentimetern. Seit ca. fünf Jahren kommen die modernen Systeme auch mit ca. 20 Zentimeter Tiefe zurecht“, erzählt Lawrence Stovall, Besitzer der AutoBrite Co., carwash.com. Auch in der Breite kann individualisiert werden. Betreiber können leichter auf Autotrends reagieren, gerade wenn es um den Radstand moderner Fahrzeuge geht.

Neue Förderbänder haben darüber hinaus die Möglichkeit, Autos schneller und näher beisammen zu laden. Das intelligente System erkennt durch Kameras und Abstandshalter, dass ein Fahrzeug einfahren möchte. Die Einfahrt selbst ist für den Kunden kaum vom herkömmlichen Hergang zu unterscheiden, außer, dass die Wartezeit minimiert wird, bis das Rad von der Kette ergriffen wird. Das führt zu einer höheren Waschrate und somit auch so höheren Profiten. Die Reduzierung von Wartezeiten sollte gleichsam auch die Kundenzufriedenheit erhöhen, was nicht nur die Kundenbindung, sondern ebenfalls die Mundpropaganda unterstützt.

Autotrends und Sicherheit

Ob der Trend weiter anhält, kann derzeit zwar nur erraten werden, allerdings sind in den letzten Jahren die Autos größer geworden. SUVs erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Diese Autos werden aber auch mit breiten Reifen betrieben – in den USA mit großen SUVs und noch größeren Trucks (bspw. Pickups) immer wieder Grund für Probleme. Mit neueren Förderbändern, die weniger tief eingelassen sind und keine Führungsschienen mehr nutzen, sind auch extra breite Reifen kein Problem mehr. Auch interessant: Entwicklungen, die Autos auch bei Automatikfahrzeugen im „Parkmodus“ befördern können. Ohne die Notwenigkeit für Schleppketten steht das Fahrzeug auf dem Förderband – der Reifen muss sich nicht mitdrehen.

Das erhöht auch die Sicherheit. Nicht nur für den Kunden, dessen Fahrzeug nicht aus der Kette rausspringen kann, sondern auch für den Mitarbeiter, dessen Füße nicht von Einzelteilen ergriffen werden kann. Im gesamten benötigt ein modernes Förderband weniger Einzelteile, was auch weniger Wartung bedeutet. Die abkömmliche Führungsschiene kann zudem Reifen und Felge nicht mehr beschädigen, tiefergelegte Fahrzeuge müssen nicht um ihre Stoßstange bangen. Im besten Fall wird ein Dualsystem installiert, auf welchem die Fahrzeuge mit allen vier Rädern stehen. Bremsunfälle und andere häufige Fehler spielen dann keine Rolle mehr. In modernen Fahrzeugen mit Bremshilfen und mehr technischen Spielereien heißt das ebenso, dass diese nicht greifen können, da das Fahrzeug im Parkmodus bzw. Leerlauf bei eingelegtem Gang mit dem Förderband transportiert wird.

Autor: Eva Heuft

Eva Heuft, studierte Germanistin und Anglistin, arbeitet als Redakteurin für das CarwashPro Magazin.

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