Ready2Wash: Bedarf an kontaktlosem Bezahlen ist größer denn je

Die Coronakrise hat einen großen Einfluss auf die Autowaschbrache. Das Softwareunternehmen Ready2Wash bietet eine sichere Applikation für das kontaktlose Bezahlen in Waschboxen und Waschstraßen. Das tschechische Unternehmen ist auf das Entwickeln von Apps spezialisiert, mit denen Waschprogramme schnell und kontaktlos bezahlt werden können. Das Unternehmen war bei der Fertigstellung des 24/7 Selfservice Carwash Vlissingen involviert. Projektmanager Dejan Pjevac berichtet mehr über das Projekt, geplante Innovationen und die Auswirkungen der Coronakrise.

Die smarte Autowasch-App von Ready2Wash steht weltweit in achtzehn Ländern zur Verfügung, ist in zwölf Sprachen erhältlich und unterstützt sieben verschiedene Münzeinheiten. Das Ziel des Unternehmens ist es, Europas größter Anbieter von Autowasch-Apps zu werden, sagt Pjevac.

Wie reagieren Sie auf die Coronakrise? Hat das Virus Einfluss auf die Unternehmensführung?

“Ready2Wash ist eine kontaktlose Bezahllösung für Waschanlagen. Ob es nun um große Waschstraßen oder kleine SB-Waschanlagen geht, ist egal. Unser System ist vor allem jetzt zur Zeit des Social Distancings wirklich hilfreich, da es zwischenmenschlichen Kontakt und die Verwendung von Bargeld vermeidet. Andererseits sorgt das Coronavirus dafür, dass Menschen ihre Wohnung kaum verlassen und daher häufiger zu Hause bleiben. Das macht wiederum einen Unterschied bei Umsatz. Geschäftlich gesehen können wir nicht klagen. Wir können im Bereich der Dienstleistung ein großes Wachstum beobachten. Der Bedarf an kontaktlosen Bezahlen ist jetzt größer denn je und das merken wir. Immer weniger Leute bezahlen in bar. Wir erwarten, dass die Frage nach kontaktlosem Bezahlen in Zukunft nur weiter zunehmen wird.”

Sind Sie mit der Entwicklung neuer Innovationen beschäftigt?

“Ja natürlich. Wir werden dieses Jahr verschiedene neue Produkte und Dienste auf den Markt bringen. Die wichtigste Entwicklung ist, dass wir ein eigenes Zahlungssystem für den Waschstraßen-Markt herausbringen. Diese Innovation ermöglicht es, Unternehmen ihre Unternehmensführung zu verbessern und zu modernisieren, dadurch können sie eine neue Zielgruppe erreichen. Des Weiteren befassen wir uns gerade mit der Implementierung von Verbesserungen in unsere bereits bestehenden Systeme. Ein weiterer Meilenstein, der dieses Jahr erreicht werden wird, ist die Einführung der Kärcher Car Wash App, die in Zusammenarbeit mit unserem deutschen Partner Alfred Kärcher SE & Co. KG entwickelt wurde. Mit dieser Applikation kann von nun an bei Waschanlagen dieser Marke kontaktlos bezahlt werden. Wir stehen offen für Partnerschaften mit verschiedenen Parteien, wie Herstellern, Ölunternehmern und Investoren.”

Wie ist Ready2Wash entstanden?

“Unser Unternehmen wurde 2016 gegründet und war einer der ersten Anbieter, der beschloss, sich auf die Autowaschbranche zu richten. Die Digitalisierung stand in dieser Branche noch in den Kinderschuhen und wir sahen darum auch wirklich viel Potenzial in unseren Lösungen. Unser Ansatz lag darin, die Leben von Carwash-Unternehmern und deren Kunden mithilfe eines digitalen Systems zu erleichtern. Wir entwickelten eine verbraucherfreundliche Lösung, mit der Unternehmer ihre Marketingaktivitäten auf einfache Weise ausführen und gleichzeitig das Kundenverhalten überwachen konnten. Zudem erleichtert unser System das Einrichten von Loyalitätsprogrammen, um Kunden an Ihre Waschanlage zu binden. Besucher von Waschanlagen profitieren dann von Ermäßigungen und können über ihr Smartphone bezahlen, wenn sie die App installiert haben. Das gestaltet den Besuch der Waschanlage noch angenehmer.”

Es kommen immer mehr Apps auf den Markt, mit denen Kunden Waschprogramme kaufen können. Wodurch unterscheiden Sie sich?

“Da haben Sie sicher recht. Der Markt wird mit verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten überschwemmt. Unsere App ermöglicht es, Nutzern Waschprogramme zu kaufen, die starten sobald sie in die Waschstraße fahren. Es muss nichts mehr angeklickt zu werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir keine externen Geräte oder Zahlungssysteme verwenden, um die Identität der App-Nutzer zu verifizieren. Auch aus preislicher Sicht zeichnen wir uns dadurch aus, dass wir keine zusätzliche Hardware verwenden, sondern nur selbst entwickelte Teile. Das bedeutet, dass wir die Entwicklungskosten niedrig halten können.”

Wie kamen Sie zu dem Projekt für den 24/7 Selfservice Carwash Vlissingen?

“Nachdem wir entdeckten, dass bei dem Projekt in Vlissingen eine gigantische Selbstbedienungswaschanlage mit acht Waschprogrammen gebaut werden würde, waren wir direkt interessiert. Es war deutlich, dass wir Teil dieses Unterfangens sein wollten. Die Niederlande sind einer der Spitzenreiter auf dem Gebiet von Autowaschanlagen. Daher war es uns eine Ehre, zu diesem Projekt beitragen und unseren Partner Adriateh unterstützen zu können. Die Erwartungen bezüglich des Erfolgs dieser Autowaschanlage sind groß, da die Niederlande bei den Ländern, in denen kontaktloses Bezahlen an der Tagesordnung ist, ganz vorne mitspielt.”

Autor: Frank van de Ven

Frank van de Ven ist Redakteur bei CarwashPro.nl. Regelmäßig schreibt er Artikel für CarwashPro.de.

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