März brachte deutlich zu wenig Niederschläge

Nur 20 Liter Regen pro Quadratmeter fielen im März 2022. Damit liegt der Durchschnitt weit hinter den bisherigen Durchschnittswerten der Wettermessung. Bereits in den letzten Jahren waren einzelne Regionen Deutschlands mit einem Mangel an Wasser konfrontiert. Der März hat damit keine gute Vorzeichen für die bevorstehenden Sommermonate geliefert.

Die gemessene Menge des Niederschlags im März lag ein Teilen von Deutschland so weit hinter der Referenzperiode zurück, dass dieser März der trockenste seit 1881 war. Seit diesem Jahr werden die Wetterdaten kontinuierlich erfasst. Vergleichen mit den Referenzperioden von 1961 bis 1990 und von 1991 bis 2020 erreichte der März in diesem Jahr nur 35 Prozent der Niederschlagsmenge. Durchschnittlich fielen aufgerundet 20 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Der durchschnittliche Höchstwert lag in Bayern bei etwa 30 Litern pro Quadratmeter.

Besonders im Nordosten kam es vor, dass teilweise gar kein messbarer Niederschlag fiel. Auch die Tage mit nennenswerten Niederschlägen „ließen sich an einer Hand abzählen“, so fasst es der Deutsche Wetterdienst in seiner Monatsauswertung zusammen.

Schlechte Vorzeichen für den Sommer

Um eine durchgehende Wasserversorgung sicherzustellen, wird regelmäßiger Niederschlag benötigt. Liegt dieser über einen längeren Zeitraum unter dem Soll, entsteht ein Defizit, das selbst durch mehrere Regentage nicht so leicht aufzufüllen ist. Für die Wasserversorgung im Sommer bleibt zu hoffen, dass die nächsten Monate mehr Niederschlag bringen. Gleichzeitig dürfte besonders die Carwash-Branche auf einen warmen und sonnigen Sommer hoffen, da dies die besten Waschzahlen liefern würde.

Regionale Unterschiede

Die Menge an Regen unterschied sich auch im März entsprechend dem üblichen Gefälle in Deutschland. Während der Süden häufiger Regen abbekommen hat, lag der Norden und Nordosten besonders trocken. Dies verstärkt die bestehenden Düngeeffekte in diesen Regionen. Hier ist die Gefahr einer Reduktion des verfügbaren Wassers und damit auch die Rationierung während der Sommermonate am höchsten.

Zuletzt hatte das Bundesumweltministerium eine nationale Wasserstrategie vorgestellt. Diese soll Wasserknappheit verhindern und sieht für den Fall eines Mangels auch Einschränkungen für verschiedenen Bereiche vor. Von solchen Einschränkungen könnten auch stark wasserverbrauchende Unternehmen betroffen sein.

Autor: Sandra Schäfer

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März brachte deutlich zu wenig Niederschläge

Nur 20 Liter Regen pro Quadratmeter fielen im März 2022. Damit liegt der Durchschnitt weit hinter den bisherigen Durchschnittswerten der Wettermessung. Bereits in den letzten Jahren waren einzelne Regionen Deutschlands mit einem Mangel an Wasser konfrontiert. Der März hat damit keine gute Vorzeichen für die bevorstehenden Sommermonate geliefert.

Die gemessene Menge des Niederschlags im März lag ein Teilen von Deutschland so weit hinter der Referenzperiode zurück, dass dieser März der trockenste seit 1881 war. Seit diesem Jahr werden die Wetterdaten kontinuierlich erfasst. Vergleichen mit den Referenzperioden von 1961 bis 1990 und von 1991 bis 2020 erreichte der März in diesem Jahr nur 35 Prozent der Niederschlagsmenge. Durchschnittlich fielen aufgerundet 20 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Der durchschnittliche Höchstwert lag in Bayern bei etwa 30 Litern pro Quadratmeter.

Besonders im Nordosten kam es vor, dass teilweise gar kein messbarer Niederschlag fiel. Auch die Tage mit nennenswerten Niederschlägen „ließen sich an einer Hand abzählen“, so fasst es der Deutsche Wetterdienst in seiner Monatsauswertung zusammen.

Schlechte Vorzeichen für den Sommer

Um eine durchgehende Wasserversorgung sicherzustellen, wird regelmäßiger Niederschlag benötigt. Liegt dieser über einen längeren Zeitraum unter dem Soll, entsteht ein Defizit, das selbst durch mehrere Regentage nicht so leicht aufzufüllen ist. Für die Wasserversorgung im Sommer bleibt zu hoffen, dass die nächsten Monate mehr Niederschlag bringen. Gleichzeitig dürfte besonders die Carwash-Branche auf einen warmen und sonnigen Sommer hoffen, da dies die besten Waschzahlen liefern würde.

Regionale Unterschiede

Die Menge an Regen unterschied sich auch im März entsprechend dem üblichen Gefälle in Deutschland. Während der Süden häufiger Regen abbekommen hat, lag der Norden und Nordosten besonders trocken. Dies verstärkt die bestehenden Düngeeffekte in diesen Regionen. Hier ist die Gefahr einer Reduktion des verfügbaren Wassers und damit auch die Rationierung während der Sommermonate am höchsten.

Zuletzt hatte das Bundesumweltministerium eine nationale Wasserstrategie vorgestellt. Diese soll Wasserknappheit verhindern und sieht für den Fall eines Mangels auch Einschränkungen für verschiedenen Bereiche vor. Von solchen Einschränkungen könnten auch stark wasserverbrauchende Unternehmen betroffen sein.

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