Erfahren Sie auf dem Carwash Professional Forum, wie gute Führung Sie weiterbringt

Motivierte Mitarbeiter einer Autowaschanlage fühlen sich wohl und erbringen bessere Leistungen als Kollegen, die ihrer Arbeit nicht so gerne nachgehen. Doch wie sorgt ein Unternehmer dafür, dass seine Mitarbeiter mit einem Lächeln zur Arbeit gehen? Beraterin und Coach Iris Hartmann von I.C.H. Beratung geht auf die Bedeutung von guter Führung ein. In ihrer Präsentation auf dem Carwash Professional Forum 2020 gibt sie praktische Tipps und Tricks.

Das Carwash Professional Forum 2020 findet am 1. September online statt. Es ist das erste digitale Event der Autowaschbranche in Deutschland. Während dieser Veranstaltung werden Themen wie Marketing, Kundenzufriedenheit und soziale Medien behandelt – aktuelle Themen, mit denen Unternehmer zu kämpfen haben. Die Veranstaltung soll Geschäftsinhaber zusammenbringen und zum Wissensaustausch anregen. Voneinander und miteinander lernen ist das Ziel. Iris Hartmann ist einer der Redner. Sie arbeitet als Beraterin und Coach bei I.C.H. Beratung. In ihrem Vortrag geht sie auf den Ausgangspunkt der eigenen Stärke, die Nützlichkeit von Coaching und die Macht der Führung ein.

Können Sie mir sagen, was Sie in Ihrer Präsentation erzählen werden?

„Es wird in erster Linie darum gehen, dass Führung immer bei einem selbst beginnt, sozusagen fängt Führung innen an. Eine wichtige Voraussetzung für gute Führung ist daher die ständige Reflexion und Arbeit an sich selbst. Gerade in dieser sich schnell veränderten Zeit der VUKA Welt ist Selbstorganisation unverzichtbar. Wenn Sie dann erkenn, wo SIe selbst stehen, gewinnen
Sie darüber hinaus auch eine Idee davon, wie Sie als Führungskraft agieren würden und ob Ihnen das überhaupt liegt.“

Können Sie im Vorfeld erkennen, ob es sich bei einer Person um „Manager-Material“ handelt?

„Ob Mitarbeitende sich auch als gute Führungskraft bewähren, hängt dann allerdings nicht nur von der eigenen Persönlichkeit ab. Der für jeden individuell passende Führungsstil sollte zu den Rahmenbedingungen der Organisation passen. Jedes Unternehmen hat eine ganz eigene Kultur und damit individuelles Verständnis von Führung. Die kulturellen Muster sorgen in Unternehmen für einen ganz bestimmten Umgang mit Führung und Zusammenarbeit. Und auch der strukturelle Aufbau eines Unternehmens hat einen Einfluss auf die Art und Weise des gewünschten Führungsstils. Wenn z.B. das Unternehmen in Form einer Pyramide eher hierarchisch aufgebaut ist und in Abteilungen organisiert, wird von einer Führungskraft eher ein steuernder Führungsstil erwartet. Dagegen wird in Unternehmen mit wenig Hierarchieebenen ein eher unterstützender Führungsstil gelebt. Dies gilt natürlich nicht für alle Unternehmen gleichermaßen. Daher entscheiden einige Einflussfaktoren, ob Mitarbeitende mit ihrem Verständnis für Führung auch gut in das Unternehmen passen, in dem diese Rolle ausgefüllt werden will.“

Welche Eigenschaften muss jemand besitzen, um ein erfolgreicher Manager zu werden?

„In erster Linie sollte eine angehende Führungskraft ein Interesse an Menschen haben mit einem großen Schuss Neugier darauf, wie unterschiedlich die zu „führenden“ Mitarbeiter sich in verschiedenen Situationen verhalten. Sie sollten Orientierung und Unterstützung (auf manchmal unwägbarem Terrain) bieten. Um das tun zu können, sollten sie sich selbst gut kennen und wissen, wie sie in bestimmten Situationen agieren und was ihnen dabei im Umgang besonders wichtig ist.“

 

Wie können Sie Menschen beim Übergang helfen, jemandem zu helfen, Manager zu werden?

„Eine Führungsrolle hat oftmals nicht mehr viel mit der Rolle und Aufgabe zu tun, die die Mitarbeitenden vorher ausgeübt haben. Für alle möglichen Berufe gibt es langjährige Ausbildungen, die den Mitarbeitenden die nötigen Fähigkeiten vermitteln, die sie zum Ausüben dieses Berufes brauchen. Verbunden mit einer Abschlussprüfung erhält man dann ein „Zertifikat“. In eine Führungsposition wird man dagegen „befördert“, inklusive der Erwartung, dass die neue Führungskraft diesen Job genauso gut ausüben wird, wie den vorigen. Das gelingt Einigen Mitarbeitenden ganz gut, meist weil sie sich im Vorfeld mit ihrer neuen Rolle beschäftigt haben und darüber reflektieren, wie sie diese Rolle ausfüllen wollen. Andere merken erst später, dass ihnen dieser Job gar nicht liegt, aber ein Wechseln die alte Position kommt einem Scheitern nah. Aus diesem Grund boxen sie sich da durch, was nicht so hilfreich ist. Weder für die Führungskraft selbst, noch für deren Mitarbeitenden.“

Wie wirkt sich die Corona Krise auf Manager aus? Welche Fähigkeiten müssen sie lernen, um sich in schwierigen Krisensituationen zu verbessern?

„In Krisensituationen wird sichtbar, ob eine Führungskraft erfolgreich ist oder nicht. Das fällt sonst nicht immer gleich auf, wenn die Mitarbeitenden lösungsorientiert arbeiten, um das gemeinsame Ziel zu erreichen, unabhängig von der Führungskraft. Niemand hat bisher etwas Ähnliches wie Corona erlebt. Das heisst, man kann nicht auf Wissen zurückgreifen, wie damit umzugehen ist. Hier zeigt sich wirkliches Können darin, den Mitarbeitenden die Sicherheit zu geben, neue Dinge auszuprobieren, ohne negative Konsequenzen erwarten zu müssen.
Die Führungskraft sollte daher lernen, Mitarbeitenden einen geschützen Raum zum Ausprobieren zu bieten, offen sein für neue Lösungsansätze und die richtigen Leute ins Team zu holen.“

Was ist das größte Missverständnis über Manager?

„Steuern vs. Führen! Weise ich auf formaler Ebene Aufgaben an (Steuern) oder sorge ich für Orientierung und Unterstützung, damit meine Mitarbeitenden ihren Job so gut wie möglich ausüben können? Letzteres ist mein Verständnis von einer erfolgreichen Führungskraft.“

Das Carwash Professional Forum 2020 findet am 1. September statt und Sie können virtuell daran teilnehmen. Mehr Information über die erste Edition dieses Events finden Sie hier.

Autor: Frank van de Ven

Frank van de Ven ist Redakteur bei CarwashPro.nl. Regelmäßig schreibt er Artikel für CarwashPro.de.

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