So schützen Sie Ihr Carwash vor Cyberanfällen

Immer mehr Waschanlagen führen das kontaktlose Zahlungssystem ein, wodurch die Anzahl von Barzahlungen reduziert wird. Ein Griff in die Kasse lohnt sich für Langfinger kaum noch. Das soll allerdings nicht heißen, dass die Gefahr gebannt ist, denn Kriminelle streiten stets häufiger online zur Tat. Es ist daher notwendig sich als Unternehmen gegen Cyberanfälle zu schützen, aber wie?

Anthony Analetto, Geschäftsführer von SONNY’S CarWash Equipment Division empfiehlt Unternehmern in seinem Blog die Hilfe von Datenspezialisten in Anspruch zu nehmen und sich mit verschiedenen Zahlungs- und Sicherungssystemen auseinanderzusetzen. Viele Carwash-Unternehmen arbeiten mit POS-Systemen. Ein solches computergesteuertes Kassenregister ist jedoch ein beliebtes Angriffsziel für Cyberkriminelle. “Die Hälfte aller Kreditkartenbetrüge findet in Amerika statt, weil dort die meisten Transaktionen mit diesen Karten ausgeführt werden. Das Problem ist, dass einige Unternehmen noch veraltete Magnetstreifentechnologie verwenden. Es ist daher anzuraten auf EMV-Chip- und PIN-Technologie umzusteigen, da diese viel besser geschützt ist”, sagt Analetto.

Der erste Schritt ist es, sich darüber bewusst zu werden. Der Amerikaner Analetto kam zu der Erkenntnis, als er selbst Opfer von Kreditkartenbetrug wurde. Seitdem hat er den Schutz seines Unternehmens immer auf dem Schirm. “Wenn man die Möglichkeit hat, lohnt sich die Anschaffung eines EMV-Terminals. Dieses Kartenzahlungssystem akzeptiert Zahlungen mit Smartphones, Apple und Google Pay”, macht er deutlich. Der Amerikaner weist Unternehmer darauf hin, dass jedes Carwash-Unternehmen, egal, ob groß oder klein, anfällig für Cyberkriminalität ist.

Hacken

Experten von Online-Sicherheit zu Folge dauert es nicht mehr lange, bis Cyberkriminelle Möglichkeiten finden, bereits bestehende Systeme zu hacken. “Die Entwicklungen streiten schnell voran, es geht also darum, dem Ganzen zuvorzukommen, und immer wieder auf die Suche nach dem aktuellsten und umfassendsten Sicherungssystem zu gehen. Es ist zudem sinnvoll, eine Art Notfallplan zu erstellen, für den Fall, dass dennoch die Rede von einer Cyberattacke ist. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Internetverbindung über gute Firewalls verfügt.”

Ein weiterer Tipp, den Analetto gibt, ist es, die Kartendaten der Kunden nicht lokal zu speichern: “Bei Online-Transaktionen ist es sinnvoll, Security-Tokens zu verwenden. Auf diese Weise müssen die sensiblen Kundendaten nicht mehr auf dem Computernetzwerk vor Ort gespeichert werden. Die Voraussetzung für die Verwendung dieser Tokens ist eine stabile Internetverbindung. Es ist daher empfehlenswert, in einen guten Anschluss sowie einen Hotspot zu investieren, sodass man immer eine zuverlässige Internetverbindung hat. Selbst, wenn es eine Störung im Netzwerk gibt.”

Online-Recherche

Es gibt verschiedene Methoden, mit denen Cyberkriminelle versuchen Unternehmen Daten zu entwenden. “Phishingmails und Skimming sind zwei davon. Es ist sehr wichtig, seinem Personal mitzuteilen, worauf sie achten müssen und, dass sie etwas vom POS-System verstehen”, erklärt Analetto.

Es lohnt sich etwas Online-Recherche zu betreiben und Experten zurate zu ziehen, wenn es um das Thema Online-Sicherheit geht. “Achten Sie darauf, dass Ihr Zahlungssystem in Ordnung ist und sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter mit Passwörtern arbeiten. Durch diesen Schutz können Sie sehen, wann etwas schiefgelaufen ist und bei welchem Mitarbeiter das war. Wenn z. B. viele Gutscheine oder Wäschen gratis vergeben wurden, können Sie nachvollziehen, wann dies geschah und wer dafür verantwortlich war”, schließt Analetto ab.

Autor: Frank van de Ven

Frank van de Ven ist Redakteur bei CarwashPro.nl. Regelmäßig schreibt er Artikel für CarwashPro.de.

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