Die Bedeutung von Marketing für Ihre Waschanlage

Mit jeder neuen Waschanlage vergrößert sich die Auswahlmöglichkeit des Kunden. Bei so viel Angebot ist es wichtig, auf sein Unternehmen aufmerksam machen, um aufzufallen. Wählen Sie eine Marketingkampagne, die gut zu Ihnen und Ihrer Kundschaft passt. “Den Schwerpunkt auf Kundenfreundlichkeit und Kundenerlebnis zu legen, ist eine Möglichkeit, in den Mittelpunkt zu rücken,” so Consultant Harvey M. Miller.

“Im Laufe der Jahre besuchte ich zahllose Waschanlagen in ganz Amerika. Allerdings gelang es keiner einzigen Marketingkampagne dieser Unternehmen, mich zu beeindrucken”, berichtet Miller der Fachzeitschrift Carwash.com. Der Amerikaner ist nicht nur selbst Berater, sondern auch der Geschäftsführer von Carwash Consultants. “Es scheint, dass Kunden schon mit dem Verkauf von ein paar Waschpässen zufrieden sind. Doch der Großteil dieser Unternehmen machte sich nicht einmal die Mühe, solche Pässe zu verteilen. Miller ist inzwischen 63 Jahre in der Carwashbranche tätig. Er berät rund seit 37 Jahre auf diesem Gebiet und verfügt über jahrelange Erfahrung. So war es beispielsweise der Eigentümer von 32 Waschanlagen, jedoch auch Vorstandsmitglied der International Carwash Association (ICA). Momentan ist Eric Wulf an der Spitze dieser Organisation.

Miller setzt sich für die Bedeutung von Marketing in der Autowaschbranche ein und glaubt, dass viele Unternehmen auf diesem Gebiet Chancen verpassen: “Obwohl die meisten Waschanlagen relativ erfolgreich sind, bin ich davon überzeugt, dass viele Unternehmen sich eine Menge Geld entgehen lassen. Indem man Wartebereiche schlauer einrichtet, und SB-Waschanlagen auf Vordermann bringt, kann man seinen Umsatz steigern. Das schafft man auch, indem man gut durchdachte Marketingmethoden einsetzt, doch das wird viel zu wenig getan. Viele Schilder beim Eingang von Autowaschbetrieben und Bezahlautomaten sind für Kunden wirklich undeutlich.”

Verwirrende Beschreibung

Die Auswahl eines speziellen Waschprogramms dauert durch die verwirrende Beschreibung auf den Schildern oft unnötig lang. Miller ist der Meinung, dass das anders gemacht und mehr aus der Sicht des Kunden gedacht werden sollte: “Viele der Auswahlschilder, auf denen die verschiedenen Waschprogramme beschrieben werden, sind schwer lesbar und in Fachjargon geschrieben. Zudem sind sie häufig überhaupt nicht oder nur schlecht beleuchtet, wodurch der Sinn der Schilder verloren geht. Sorgen Sie daher dafür, dass Ihre Schilder immer gut lesbar sind. “Das hört nicht bei der Wortwahl auf, auch die Beleuchtung ist wichtig.”

Ein weiterer Punkt, den Unternehmer berücksichtigen sollten, ist Werbung. “Mir fällt auf, dass viele Unternehmer sich dafür entscheiden, in ihren Waschstraßen Chemiehersteller zu bewerben. Ich habe zahllose Logos und Werbetexte für diese Unternehmen gesehen. Das finde ich komisch. Warum preisen Sie nicht besser Ihr eigenes Unternehmen an? Sie können genauso gut auf Ihre eigenen Serviceleistungen aufmerksam machen. Denken Sie beispielsweise an Ihre Waschpässe, Gutscheine, Abonnements oder spezielle Pflegeleistungen. Darüber hinaus ist es schlau, die eigenen Öffnungszeiten anzugeben”, verdeutlich Miller.

Schritt für Schritt

Mehr Deutlichkeit geben, das ist die Empfehlung des Consultants: “Auffallend ist, dass in Waschanlagen nicht angegeben wird, was genau gemacht und welcher Teil des Waschprogramms angewandt wird. Welche Chemie wird wann eingesetzt? Woher soll der Kunde wissen, ob er auch alles bekommt, wofür er bezahlt hat? Meine Waschanlagen sind in allen Teilen der Waschstraße mit blinkenden Lichtern ausgestattet. So sehen die Leute auf einen Blick, welche Chemikalien verwendet werden und wissen, dass sie bekommen, wofür sie bezahlt haben. Sie vermeiden Undeutlichkeiten und tun gleichzeitig etwas für das Kundenerlebnis.”

Indem Sie Kunden anhand von Schildern und Grafiken deutlich machen, in welcher Phase des Waschprogramms sie sich gerade befinden, zeigen Sie, dass Sie etwas für Ihr Geld bekommen. So können nämlich alle Schritte des Waschprogrammes verfolgt werden. 

Bevor der Kunde eine Waschanlage von Miller verlässt, leuchtet kurz vor der Ausfahrt ein Schild, auf dem das gewählte Waschprogramm nochmals zu sehen ist. “Auf diese Weise weiß der Kunde, wofür er bezahlt hat”, sagt der Amerikaner. “Machen Sie von vielen Bildern Gebrauch, sodass Sie die Aufmerksamkeit des Kunden nicht verlieren. Sie können ihn direkt auf interessante Angebote hinweisen.” Wenn Unternehmer mit einer Renovierung oder einem Umbau beschäftigt sind, ist es Miller zufolge ratsam, darüber so schnell und viel wie möglich zu kommunizieren. “Für meine Waschanlage habe ich ein Dokument erstellt, indem Besucher, auf eine übersichtliche Weise willkommen geheißen werden. Wir erklären schrittweise, was Kunden von einem Besuch dieser Autowaschanlage erwarten können.”

Mangel an Einheitlichkeit

Alle Punkte, die diese Waschanlage von der Konkurrenz unterscheiden, werden erwähnt, verdeutlicht Miller: “Auf diese Weise hat kein einziger Kunde das Gefühl, eine Standard-Waschanlage zu besuchen. Um die Eröffnung erfolgreicher zu machen, verschicken wir im Voraus Flyer und Broschüren. Wir sorgen dafür, dass bei der Eröffnung genügend Personal vor Ort ist. Die Mitarbeiter teilen Flugblätter aus, auf denen mehr Information über unsere Waschpässe und Abonnements gegeben wird. Während Kunden darauf warten, durch die Waschstraße zu fahren, werden sie auf unsere Aktionen aufmerksam gemacht.”

Was Miller ein Dorn im Auge ist, ist der Mangel an Einheitlichkeit in vielen Waschanlagen. “Viele Waschanlagen verzichten auf den Gebrauch von Uniformen. Das ist eine verpasste Chance, da Betriebskleidung einen guten ersten Eindruck hinterlässt. Sie sorgt für Wiedererkennungswert, vor allem in Verbindung mit Namenschildern und dem Logo. Sie können sich auch dazu entscheiden, auf dem Rücken einige Vorteile Ihres Unternehmens anzupreisen. Denken Sie beispielsweise an schnellen Service und kostengünstige Waschpässe. Dinge, auf die Sie stolz sind und mit denen Sie sich von anderen unterscheiden. Wenn Kunden nicht wissen, was Sie zu bieten haben, ist die Chance klein, dass Sie sich für Ihren Betrieb entscheiden. Sein Sie proaktiv und denken Sie über den Tellerrand hinaus”, sagt er abschließend.


Autor: Frank van de Ven

Frank van de Ven ist Redakteur bei CarwashPro.nl. Regelmäßig schreibt er Artikel für CarwashPro.de.

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