Wasser

Anzeichen für schlechte Wasserqualität in der Waschanlage

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Nicht erst der unzufriedene Kunde ist ein Alarmzeichen für schlechte Wasserqualität in der Waschstraße. Produktmanager Dominic Bischof von der SONAX GmbH erklärt die häufigsten Ursachen.

Unangenehmer Geruch ist eines der ersten Anzeichen, dass die Wasserqualität aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Weitere Anzeichen sind dann meist Trübungen im Wasser und Ablagerungen in der Waschanlage. Wenn die Waschmittel und die Wände einen gelblichen Biofilm aufweisen, ist dies ein eindeutiger Hinweis.

Spätestens in der Fahrzeugtrocknung kann man schlechte Wasserqualität feststellen. Wasser mit mehr Belastung und zusätzlichen Bestandteilen hat schlechtere Trocknungseigenschaften. Die Trocknungsanlagen sind auf diese Art von Wasser nicht ausgerichtet und liefern schlechtere Ergebnisse. Wasserspuren bleiben auf dem Fahrzeug zurück und die Unzufriedenheit der Kunden wächst.

Wasser als Quell allen Ärgers

„Wo Wasser ist, da ist auch Leben“ so fasst Dominic Bischof, Produktmanager für Waschchemie im Carwash-Bereich von der SONAX GmbH, die Ursachen allen Übels zusammen. Überall, wo Wasser ist, sind auch Mikroorganismen, sich von den Bestandteilen im Wasser ernähren. Ist das Angebot an Nahrung für diese zu groß, vermehren sie sich zu stark und das Gleichgewicht des Wassers ist gestört. Dies wirkt sich besonders an den Stellen in der Waschanlage aus, die schwer zugängig sind oder in Leitungen, in denen Wasser steht. Dies sind optimale Bedingungen für Mikroorganismen für eine exponentielle Vermehrung.

Als Lieferant für Waschchemie entwickelte SONAX zu diesem Problem eine besondere Expertise. Mitarbeiter stellten im Kontakt mit den Betreibern immer wieder fest, dass es unter bestimmten Umständen zu schlechten Wasserbedingungen kommen kann.

Der erste Schritt ist immer ein Blick auf die Belüftungsvorrichtung der Waschanlage. Ist hier die Einstellung nicht optimal, kann es zu nachhaltigen Folgen für die Wasserqualität kommen. Der zweite Blick geht dann auf die Waschchemie. Hier kommt es auf die richtigen Einstellungen an und auf die Abstimmung aller verwendeten Waschmittel, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Mischungen sind nicht ratsam

Manche Betreiber gehen in der Wahl der Waschchemie individuelle Wege. Sie mischen die Waschchemie von verschiedenen Herstellern in den unterschiedlichen Stufen der Waschanlage. Bischof kann davon jedoch nur abraten: „Die Waschchemie ist so entwickelt, dass sie als gesamtes Konzept die von Hersteller versprochenen Resultate liefert. Mischungen können im Ergebnis schlechter sein.“ Seinen Kunden rät er von diesem Weg aus einem ganz praktischen Grund ab: Wenn es Probleme in der Waschqualität gibt, lässt sich nicht eindeutig die Ursache feststellen. Die Hersteller der verwendeten Waschchemien werden die Ursache beim jeweils anderen Produkt verorten. Eine Verbesserung ist dann schwerer zu erreichen.

Autor: Benedikt Wolter

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