ifo: „3. Quartal 2022 war besser als gedacht“

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Die wirtschaftlichen Aussichten für 2023 lassen im ersten Halbjahr noch keine spürbare Besserung erwarten. Die Kernrate der Inflation, also abzüglich der Kosten für Lebensmittel und Energie, wird nach Berechnungen des ifo voraussichtlich sogar von derzeit 4,8 % auf 5,8 % in 2023 ansteigen. Doch mit Blick auf die Kaufkraft rechnet man mit einer merklichen Verbesserung.

Aktuell ist die deutsche Wirtschaft stark durch Engpässe bei Energie, Vorprodukten und Arbeitskräften belastet, sodass die Inflation auf Rekordhöhen getrieben wird. Für 2024 wird mit einem langsam sinkenden Preisdruck gerechnet. Das Winterhalbjahr 2022/2023 ist derzeit von einer Rezension geprägt und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpft derzeit. In der zweiten Jahreshälfte wird jedoch mit einer wirtschaftlichen Erholung gerechnet, wenn die Einkommen wieder stärker steigen als die Preise.

Inflationsdruck bleibt weiter hoch

„Die Inflationsrate dürfte in den kommenden Monaten zurückgehen. Dafür sorgen die staatlichen Strom- und Gaspreisbremsen, die ab Dezember ihre Wirkung entfalten. Dennoch wird der heimische Inflationsdruck noch eine Weile hoch bleiben. Zum einen wird die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen auch im kommenden Jahr nicht zuletzt als Folge der breit angelegten staatlichen Entlastungspakete gestützt. Zum anderen dürften hohe Tarifabschlüsse sowohl die Kaufkraft als auch die Lohnkosten merklich steigern. Insgesamt dürfte die Inflationsrate von 7,8 % in diesem Jahr auf 6,4 % im kommenden Jahr sinken“, heißt es in einer aktuellen Veröffentlichung des ifo Instituts, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.

Waschanlagen werden weiter unter Druck stehen

Bis die Auswirkungen der wirtschaftlichen Entspannung in der Autowaschbranche ankommen, wird es folglich noch einige Monate dauern. Diese Zeit müssen Waschanlagenbetreiber weiterhin mit sparsamem Energieverbrauch und starkem Engagement bei der Kundengewinnung überbrücken. Auch Preiserhöhungen werden weiterhin ein sensibles Thema in der Branche bleiben. Neue Bauprojekte stehen auch in 2023 vor schwierigen Herausforderungen, wie das ifo bestätigt. „[…] die Baukonjunktur wird sich zunächst weiter abkühlen. Hohe Baupreise und steigende Zinsen lassen die Nachfrage nach Bauleistungen einbrechen. Das verarbeitende Gewerbe dürfte dank der hohen Auftragsbestände seine Produktion weiter moderat ausweiten und dann mit dem allmählichen Auslaufen der Lieferengpässe wieder deutlich kräftiger expandieren.“

Autor: Sandra Schäfer

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