14. Ausgabe der bft-Branchenstudie veröffentlicht

Die Branchenstudie des Bundesverbands freier Tankstellen und unabhängiger Mineralölhändler e.V. fokussiert die Entwicklung des Tankstellenmarkts in Deutschland 2018. Da ein großer Teil des Umsatzes an Tankstellen auch mit Autowäschen erzielt wird, geht die Studie trotzdem kurz auf den Autowäschebereich ein. Wir möchten Ihnen hier die wichtigsten Daten vorstellen.

Neben dem Verkauf von Kraftstoffen, die in einem durchschnittlichen Betrieb mit ca. 3,5 Millionen Liter pro Jahr zu Buche schlagen, ist im Shop der wichtigste Posten weiterhin der Tabakverkauf (53,3%).

Im Servicebereich hat die Autowäsche allerdings den größten Anteil und macht je nach Größe der Tankstelle zwischen 38% und 65% aus. Umsatztechnisch betrachtet, schlägt sich die Autopflege jedoch mit lediglich 5,6% nieder, was einen Zuwachs von 0,1% im Vergleich zum Vorjahr ausmacht. Außerdem liegt der Umsatz auf Platz 4 hinter Tabakwaren (53,3%), Getränken (9,8%) und Telefonkarten (8,6%).

Netz und Nutzung in Deutschland

Es gibt insgesamt 13.000 Portalwaschanlagen an Tankstellen, Autohäusern und Werkstätten. Es kommen nochmals 2.000 Waschstraßen hinzu. Gemeinsam waschen sie pro Jahr 500 Million Mal, was ca. 1,38 Millionen Wäschen pro Tag oder etwa 964 Wäschen die Minute bedeutet.

Die Studie zeigt, dass 58% der Autos regelmäßig professionell in der Anlage gereinigt werden, 25% per Hand und zwischen 8-10% grundsätzlich nicht. Zu den Gründen äußert sich die Studie eher verhalten, da sie sich aufgrund der Vielschichtigkeit nicht richtig ausmachen lassen: Generell fehlendes Interesse, Garagenfahrzeuge und andere Vehikel, die selten gefahren werden.

Der SB-Anteil liegt unter 10%. Interessanterweise waschen SB-Nutzer jedoch am häufigsten. Von den befragten Kunden gaben 70% an, ihr Auto min. einmal die Woche zu waschen. Die Häufigkeit der Anlagenbesuche bleibt bei 84% der Befragten mit ca. zweimal im Monat etwas hinter den SB-Wäschern.

Zukunftschance

Für die Tankstellenbranche ist es ein durchaus nützlicher Nebeneffekt, dass die meisten Waschkunden die Pflege gerne mit anderen Aktivitäten wie Tanken (67%) oder Einkaufen (34%) verbinden.

Für spezialisierte Waschanlagenbetreiber bedeutet das nicht zwingend Probleme. Es sollte aber ein Auge auf diese Entwicklung gehalten werden, damit die Konkurrenzfähigkeit bestehen bleibt. Insbesondere in Ballungsräumen stellt die Spezialisierung keinen schwerwiegenden Nachteil dar, da das Angebot über effiziente Anlagen mit hohen Leistungen und (relativ) günstigen Preisen weiterhin bestehen kann.

Für Tankstellenbetreiber, die weiterhin auch an der Autowäsche verdienen wollen, lohnt es sich einen All-In-Service anzubieten, der den Stand der Technik mitberücksichtigt und auf persönliche Serviceangebote setzt.

Autor: Eva Heuft

Eva Heuft, studierte Germanistin und Anglistin, arbeitet als Redakteurin für das CarwashPro Magazin.

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