Automechanika 2021: Messe mit halber Kraft

Auf der Automechanika 2021 war nicht so viel los wie in den vergangenen Jahren, dennoch gab es in Frankfurt viel Neues zu entdecken. Carwash-Aussteller präsentierten sich nicht wie üblich im großen Rahmen, brachten aber Neuigkeiten mit: Christ zeigte die Portalwaschanlage ALPHA, WashTec setzte auf „smarte“ Wäsche, Kärcher brachte einen Trockeneisstrahler mit und Kenotek zeigte seine Keramikbeschichtung.

Wo die Automechanika sonst viel mit Waschanlagenpräsentationen und Vorführungen daher kommt, war die diesjährige physische Messe ein bescheidenes Fest. Aussteller freuten sich, dass eine Messe stattfinden konnte, Besucher mussten mit Test- oder Impfbescheinigungen nachweisen, dass sie sicher teilnehmen können.

Im Übrigen sagten fast alle Aussteller, dass der Besuch in Frankfurt enttäuschend war, aber auch die Erwartungen nicht unbedingt hoch waren. Etwa die Hälfte der 388 Automechanika- und Hypermotion-Aussteller hatte einen physischen Stand in Frankfurt. Die meisten brachten auch eine abgespeckte Version ihrer normalen Ausstellungspräsentation mit.

Neuheiten

Trotz der abgespeckten Ausgabe haben die meisten Aussteller viel Neues zu berichten. Die Otto Christ AG hat die Portalwaschanlage ALPHA, Kenotek hat seine neue Keramikbeschichtung und Adriateh zeigte ihren ‚Stekerr‘, eine Ladestation, die optisch farblich anzeigt, wie viel ein Auto aufgeladen wurde.

So hat Kärcher in diesem Jahr seinen neuen Trockeneisstrahler und eine Portalwaschanlage mitgebracht, während in früheren Ausgaben mehrere Anlagen auf einem mindestens doppelt so großen Stand angeboten wurden. WashTec hatte keinerlei Waschtechnik mitgebracht und nutzte die Ausstellungsfläche hauptsächlich, um Besucher über „Smart Washing“ und die Möglichkeiten des Waschens mit App-Anbindung zu informieren.

Visomax fiel es schwer, neue Produkte zu zeigen. Der Beschichtungsspezialist hatte eine schöne Standpräsentation einer beschichteten Motorhaube bei hellem Licht gemacht, stößt aber in der Produktion auf die internationale Chipknappheit. „Innovationen verzögern sich, aber wir wollen uns und bestehende Produkte bei dieser Gelegenheit zeigen“, sagt Marcel Meulenberg, der seit kurzem den Vertrieb in den Benelux-Ländern übernommen hat.

Saugen und Laden

Schumacher Electric hatte einen Platz in Halle 3 und glänzte mit bunten Ladegeräten. Das Unternehmen tut aktuell wenig im Bereich Autowaschanlagen, sieht aber Chancen. „Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch“, sagte Vertriebsleiter David Lagrand. „Und die Leute wollen dort laden, wo das Auto längere Zeit steht – etwa beim Saugen des Autos.“ Schumacher produziert die Ladegeräte hauptsächlich unter einer Eigenmarke, was wiederum Möglichkeiten zur Eigenvermarktung bietet.

Rosa Schaum

Kenotek präsentierte eine neue Keramikbeschichtung und einen aktiven, sehr rosa Schaum für den Einsatz in der Waschbox. Auf dem Stand konnte leider keine Vorführung stattfinden, dafür präsentierte Kenotek zum Ausgleich schöne Bilder auf einem Bildschirm. Louis Vynckier vertrat die belgische Chemiemarke auf dem deutschen Markt. Er hätte es auf der Messe gerne belebter gehabt, dennoch nannte er die Automechanika eine gute Plattform, um Neuheiten zu zeigen.

Die Messe Frankfurt teilte in einer Pressemitteilung mit, dass rund 10.000 Besucher aus 70 Ländern das Messeprogramm online und in Frankfurt verfolgten. In diesem Jahr wurde die Automechanika mit der Hypermotion kombiniert. In Halle 3 des Messegeländes haben sich die meisten Anbieter der Autowaschbranche versammelt. Auch online war viel los. Diese Mischform soll einmalig sein, die internationale Messe soll vom 13. bis 17. September 2022 wieder physisch in Frankfurt stattfinden.

Autor: Sandra Schäfer

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