Bundesverband Freier Tankstellen fordert: staatliche Unterstützung für Ladeinfrastruktur

Der Bundesverband Freier Tankstellen fordert eine Förderung der Ladeinfrastruktur für Tankstellen, um die hohen Kosten der Betreiber auszugleichen. Beim Autogipfel im November 2020 beschloss die Bundesregierung, dass an 25 Prozent aller Tankstellen eine Ausstattung von mindestens zwei Ladepunkten stehen soll. Die Betreiber stellen in der Praxis aber zunehmend große Schwierigkeiten in der Umsetzung fest.

Nach dem Autogipfel im November 2020 wurde der Entschluss getroffen, dass an 25 Prozent der Tankstellen eine Ladekapazität von mindestens zwei Ladepunkten geschaffen werden soll. Der Bundesverband Freier Tankstellen (bft) möchte, dass die freien Tankstellen einen Teil beim Ausbau der Ladeinfrastruktur beitragen.

Eine Abfrage der Verbandsmitglieder zeigte indes große Probleme in der Umsetzung auf. Im Wesentlichen konzentrieren sich diese auf drei Themenbereiche:

  1. Platzmangel
  2. Bürokratische Hürden
  3. Stromanschluss

Auf den Grundstücken der Tankstellen fehlt es oft am notwendigen Platz für eine Ladesäule, was die Möglichkeiten des Ausbaus stark einschränkt. Weiterhin bekunden die bft-Mitglieder, dass die behördlichen Genehmigungsverfahren und Förderanträge kompliziert zu bearbeiten seien und die Bearbeitung durch die Behörden sich teilweise über Monate hinziehe. Schließlich stellt auch die Stromversorgung ein großes Problem dar. Mitunter müssen neue Stromleitungen verlegt werden oder ein Transformator gebaut werden. Die Kosten dafür sind im fünf- oder sechsstelligen Bereich.

Daher fordert der bft für seine Mitglieder, das die Kosten für den Stromanschluss zu 100 Prozent gefördert werden sollen. Nur so könne das Problem des Stromanschlusses gelöst werden.

Elektromobilität zeigt sich folglich derzeit als stark politisch getrieben. Die Umsetzung in der Praxis wirft jedoch Schwierigkeiten auf, die zu einer reduzierten Geschwindigkeit des Ausbaus führen könnten.

Autor: Sandra Schäfer

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