Waschanlage als soziales Projekt in Afrika

In einem afrikanischen Slum in Kenia soll eine Waschanlage ein Projekt für eine bessere Zukunft von Jugendlichen sein. Autowaschen unter simpelsten Bedingungen soll Einkommen und Lebensperspektive bieten. Die jetzige „Professionalisierung“ ist weit von europäischem Standard entfernt, erfüllt aber vollkommen ihren Zweck. Es konnten dabei auch Fördergelder aus dem Bundesentwicklungsministerium und dem Wirtschaftsministerium zur Weiterentwicklung des Projektes eingesetzt werden.

In der kenianischen Hauptstadt  Nairobi gibt es mehrere Slums, in denen vor allem Kinder und Jugendliche keiner hoffnungsvollen Zukunft entgegenblicken. Im Slum Korogocho engagiert sich daher ein Projekt, das auch aus Deutschland ehrenamtlich unterstützt wird. Nun erhielt der Verein hinter dem Ostafrika-Projekt Fördergelder aus dem Bundesentwicklungsministerium und dem Wirtschaftsministerium.

Ein sauberes Auto gehört in Nairobi genauso zum Alltag wie saubere Kleidung. Deshalb steckt Potenzial im Angebot einer Autowäsche. Das ehrenamtliche Ostafrika-Projekt, das ursprünglich auf ein diakonisches Hilfsprojekt zurückgeht, versucht 30 Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren aus dem Kreislauf aus Kriminalität, Suchtproblemen und Gesundheitseinschränkungen herauszuhelfen. In einem Projekt zum Aufbau einer Waschanlage sollen die Jugendlichen eigenes Geld verdienen, Selbstständigkeit erreichen und Solidarität und Gemeinsinn entwickeln. Die Autowaschanlage wird mit simplen Mitteln betrieben. Zu Beginn wurde ein einfacher Hochdruckreiniger für die Autowäsche genutzt.

Mit Unterstützung des Ostafrika-Projektes wurde die Anlage ausgebaut. Ein hochwertiger Druckreiniger, ein digitaler Wasserstandsanzeiger, ein starker Kompressor und ein entsprechendes Staubsaugersystem ermöglichten mehr Umsatz an der Autowaschanlage. Seit Mitte April sind die neuen Gerätschaften im Einsatz und der Erfolg zeigt sich bereits. Nach Angaben der Hilfsorganisation partizipieren aktuell 36 befreundete Jugendliche an diesem Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekt. Von ihrer Arbeit und ihrem Erfolg gehe eine große Vorbildwirkung für viele junge Menschen aus. Zusätzlich zu den teilnehmenden Jugendlichen profitieren auch ihre Familienangehörigen von dem zusätzlichen Einkommensgewinn. „Das Projekt wird so schätzungsweise die Lebensqualität von mindestens 120 Personen im näheren Umfeld der Zielgruppe nachhaltig verbessern“ gibt das Ostafrika-Projekt in den sozialen Medien bekannt.

Autor: Sandra Schäfer

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