Mobilität in Städten vor dem Umbruch

Beim diesjährigen Mobilitätskongress des ADAC in Nürnberg wurde intensiv über die Zukunft der Mobilität in Städten gesprochen. Einerseits sieht man einen Trend zu mehr Nutzung von Alternativen zum Auto, andererseits wollen 25 Prozent der Verkehrsteilnehmer selbst bei besseren Bedingungen für Radfahrer nicht vom Auto Abstand nehmen.

Mit Blick auf die begrenzt verfügbaren Flächen in Städten stehen die Fragen der Mobilität dort vor einem Zielkonflikt. Man möchte einerseits Staus, Luftverschmutzung und den Treibhausgasausstoß in Städten reduzieren, andererseits sollen die Straßen auch leistungsfähig bleiben für den ÖPNV und den Wirtschaftsverkehr. Eine zu starke Umverteilung zugunsten des Radverkehrs sei daher aus Sicht des ADAC Nordbayern nicht zielführend.

In einer durchgeführten Befragung von Verkehrsteilnehmern ab 16 Jahren fand der ADAC heraus, dass zwar attraktive Aufenthaltsflächen für den Fußverkehr, sichere und breite Radwege sowie mehr Bus- und Umweltspuren gewünscht seien, aber auch bei verbesserten Rahmenbedingungen ein Viertel der befragten städtischen Autofahrer nicht auf das Fahrrad umsteigen würden.

Für die Carwash-Branche heißt dies, dass es mit Fokus auf Strukturmaßnahmen für Radfaher zu einer noch stärkeren Flächenkonkurrenz in Städten kommen wird. Gleichzeitig scheinen auch in Städten nicht alle Menschen bereit, auf das Auto für Mobilität zu verzichten. Es gilt die Marktentwicklung genau zu beobachten, um festzustellen, ob zukünftig Autowaschanlagen in Städten weniger gute Aussicht haben gewinnbringend betrieben zu werden oder ob man Alternativen finden müsse.

Autor: Sandra Schäfer

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