„Es kommt auf das Gesamtpaket an“

Santo Zavattieri betreibt zwei LKW-Waschanlagen in Koblenz und Bad Honnef direkt an der A61 bzw. der A3. Der Unternehmer setzt dabei nicht nur auf das Gesamtpaket für seine Kunden, sondern schätzt es auch bei den Zulieferern.

Bevor sich Zavattieri vor zwei Jahren mit der Anlage in Koblenz selbstständig machte, arbeitete er bereits 13 Jahre lang für ein großes LKW-Wäsche Unternehmen. „Eigentlich wollte ich mit meinem Sohn zu McDonald’s fahren, als ich gesehen habe, dass der Waschstandort nach Mitarbeitern sucht. Daraufhin habe ich mich dort beworben und bin vom einfachen Wäscher über die Zeit zum Regionalleiter aufgestiegen.“

Motivation

Dass Zavattieri solange dabeigeblieben ist, ist vollends dem Spaßfaktor geschuldet. Nicht nur der Kundenkontakt, sondern auch das Erfolgserlebnis „sauberer Truck“ motiviert den jungen Unternehmer. „Je schmutziger, desto besser und umso besser lässt sich auch der Unterschied sehen.“ Die LKW-Fahrer legen großen Wert auf ihre „Babies“, wie Zavattieri die Kolosse nennt. Dazu gehört auch das gepflegte Äußere. Die Fahrer glücklich vom Hof fahren zu sehen, ist dem Betreiber besonderes Anliegen.

Saubere Sache für die Riesen

Angebot

Auch deshalb bietet er solchen Fahrern das Gesamtpaket an, die nicht mehr in eine PKW-Anlage passen. Vom Sprinter bis zum großen Sattelzug, kann in der vier-spurigen Anlage alles gereinigt werden. Die Außenwäsche für Sprinter startet bei 17,50 Euro und endet für Tank- bzw. Silo-LKW bei 72,50 Euro. Auch innen kann das Fahrzeug gereinigt werden, abgesehen vom Führerhaus. Trailer, Kühlwagen, Kipper werden innen wieder sauber. Auf Wunsch mit Desinfektionsmitteln, die den Hygienevorschriften der Lebensmittelindustrie gerecht werden. Für das leibliche Wohl der Fahrer ist während des Wellnessaufenthalts ihrer Babies gesorgt. Duschen, Kaffee, Snacks und WLan pflegen auch menschliche Bedürfnisse.

Technik

Bei Maschinenherstellern und Zulieferern setzte Zavattieri auf das Bauchgefühl und das menschliche Miteinander, aber auch auf sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Die vier Portalanlagen stammen aus dem Hause Steinbrückner, die mit Chemie von Stockmeier befeuert werden. „In den zwei Jahren seit Eröffnung in Koblenz hat sich das System bewährt.“ Die Wasseraufbereitungsanlage wird von SAR gestellt, die das Wasserrecycling biologisch betreibt. Mit der Anlage werden ca. 80 Prozent des Brauchwassers wiederverwendet. Pro Stunde können von den 17 Mitarbeitern ca. zwölf Fahrzeuge gereinigt werden.

Der Standort Bad Honnef an der A3

Standort

Die beiden Anlagen in Bad Honnef und Koblenz sind baugleich. „Unser Standort an der A3 liegt leider ein bisschen versteckt. Zwar befindet er sich auch in direkter Anbindung an den Autohof wie in Koblenz, liegt aber auf einem Parkplatz und ist nicht direkt von der Tankstelle aus einsehbar.“ Fährt man auf der A61 Abfahrt Koblenz-Metternich von der Autobahn, ist der TruckWash allerdings kaum zu übersehen. Vermutlich neben dem angebotenen Gesamtpaket mit ein Grund, weshalb bei unserem Besuch der Hof mit Truckern vollgepackt ist, die auf die nächste Wäsche warten.

Autor: Eva Heuft

Eva Heuft, studierte Germanistin und Anglistin, arbeitet als Redakteurin für das CarwashPro Magazin.

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