Was Kunden im To-Go-Geschäft wollen

Der spontane Kauf an der Kasse im Shop oder in der Tankstelle ist für viele Unternehmer der Tank- und Waschbranche eine wichtige Einnahmequelle für zusätzliche Gewinne. Daher ist es wichtig, immer am Wunsch des Kunden zu bleiben und ein attraktives Angebot zu machen. Doch wie sehen aktuelle Trends im To-Go-Geschäft derzeit aus?

Beim regelmäßigen Kundenkontakt an der Kasse in der Tankstelle oder während der Wartezeiten bei der Waschanlage spielen Kaufangebote aus dem To-Go-Sortiment eine große Rolle. Doch gerade bei Spontankäufen wollen Kunden immer wieder neue Angebote präsentiert bekommen.

Im Jahr 2021 lagen die Themen Nachhaltigkeit und ausgewogene Ernährung im Trend. Daher waren Produkte aus dem fairen Handel und Produkte, die zuckerreduziert, laktosefrei, vegetarisch oder auch vegan waren, besonders beliebt. Der Convenience-Händler Lekkerland nennt hierfür zum Beispiel die vegetarischen Mühlen Snacks, die fleischlose, herzhafte Alternativen bieten. Rückblickend kann man so feststellen, dass Kunden ihren Spontankauf gerne mit einem guten Gewissen verbinden wollten.

Corona als Hemmnis für Spontankäufe an der Kasse

Gleichzeitig war das Jahr 2021 ein schwieriges Jahr für Unternehmer, die einen bestimmten Anteil an Verkäufen als Zusatzverkäufe an der Kasse einkalkulierten. Homeoffice und der Wegfall vieler Pendler- und Geschäftsreisen wirkte sich auch beim Snack-Konsum aus. Nach Angaben von Lekkerland führte die geringe Kundenfrequenz zu einem geänderten Konsumverhalten. Kaugummis, Minzbonbons und Kaffee im To-Go-Becher erlebten in den Hochzeiten des Homeoffice einen deutlichen Einbruch in der Nachfrage. Dies gelte es nun wieder anzukurbeln.

Neue Trends für 2022

Nach der Corona-bedingten Flaute stehen Unternehmen nur vor neuen Anforderungen und Kundenwünschen. Nach Erkenntnissen von Lekkerland scheinen Nachhaltigkeit und bewusste Ernährung in den Hintergrund zu treten. Jetzt lassen sich Kunden sehr von ausgefallenen Produkten und begrenzten Aktionen zum Kauf hinreißen zu lassen. Moritz Klein, Director Einkauf & Category Management Food bei Lekkerland, rät dazu, auf Neuheiten im Sortiment zu setzen. „Wenn Sie einen geeigneten Standort haben, dann trauen Sie sich ruhig mal, jüngere, hippe Produkte von innovativen Start-ups anzubieten! Die sollten dann auch eine Weile im Programm bleiben, bis der Kunde sie bemerkt – auch weil er richtig angesprochen wird, etwa über Social Media oder einen Aufsteller vor dem Shop.“

Aktionen und andere Anreize sollen Kunden aus der Zurückhaltung während der Corona-Zeit aufwecken. Unternehmen müssen es jetzt schaffen, die Kunden wieder für Käufe in Präsenz und auch das Verweilen an der Kaffeebar zu begeistern. Dafür sollte das neue Kaufverhalten genau betrachtet werden, um gezielt die richtigen Maßnahmen auf die Post-Pandemie-Zeit anzuwenden.

Nach der Herausforderung in diesem Jahr wartet bereits die nächste Veränderung auf die Kunden und Unternehmer. Mit der Einführung der Mehrwegpflicht wird sich der To-Go-Markt erneut umstellen müssen. CarwashPro.de berichtete bereits über die kommenden gesetzlichen Änderungen. Es bleibt abzuwarten, ob Anbieter bereits zeitig in diesem Jahr auf ein Mehrwegangebot umstellen werden oder zuerst das To-Go-Geschäft in für den Kunden gewohnter Weiser wieder anzukurbeln.

Autor: Sandra Schäfer

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