Mindestlohn steigt im Oktober

Der Mindestlohn steigt zum 01. Oktober 2022 auf 12 Euro pro Stunde. Sechs Millionen Menschen in Deutschland werden von dieser Erhöhung profitieren. Ob sich jedoch der gewünschte Impuls für die wirtschaftliche Erholung auswirken wird, bleibt abzuwarten. Die Verbraucherpreise steigen aktuell stark an, sodass der Effekt womöglich verpuffen wird.

Die Bundesregierung hat einen neuen Gesetzentwurf zur Erhöhung des Schutzes durch den gesetzlichen Mindestlohn beschlossen. Ab dem 1. Oktober 2022 liegt der Mindestlohn dann bei 12 Euro. Die Entgeltgrenze für Minijobs wird dann bei 520 Euro liegen.

Dies ist die dritte Erhöhung in diesem Jahr, die stufenweise erfolgt. „Ein armutsfester Mindestlohn ist eine Frage der Leistungsgerechtigkeit und des Respekts vor ehrlicher Arbeit. Von der Erhöhung profitieren über sechs Millionen hart arbeitende Menschen, vor allem in Ostdeutschland und vor allem Frauen. Die Anhebung kommt insbesondere den Leuten zugute, die in der Pandemie dieses Land am Laufen gehalten haben. Darüber hinaus ist ein Mindestlohn von 12 Euro auch aus ökonomischer Sicht von Vorteil. Denn damit stärken wir die Kaufkraft und geben einen wichtigen Impuls für die wirtschaftliche Erholung,“ so fasst Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, die Zielsetzung hinter der Mindestlohnanpassung zusammen.

Wirtschaftlicher Impuls fraglich

Gerade in der Autowaschbranche würden sicherlich viele Betreiber eine wirtschaftliche Erholung stark begrüßen. Für Waschkunden wird die Autowäsche bei steigenden Preisen für Lebensmittel und andere Kosten der Grundversorgung zunehmend finanziell schwerer umzusetzen. Hinzu kommt, dass eine Autowäsche zwar relevant für die Verkehrssicherheit ist, aber dennoch auf der Prioritätenliste der Kosten weiter unten steht. Besonders die steigenden Kraftstoff-Preise könnten der Waschbranche zusetzen. Gerade an der Tankstelle und Waschanlage werden Autofahrer mit zunehmenden Tankkosten abwägen, ob auch eine Fahrzeugwäsche im finanziellen Rahmen liegt.

Reaktionen der Waschbranche

Da aufgrund der nationalen und internationalen Wirtschaftslage und der aktuellen politischen Lage mit keiner schnellen Verbesserung zu rechnen ist, gilt es für Waschanlagenbetreiber, die eigene Anlage so kostengünstig und ressourcenschonend wie möglich zu betreiben. Nachhaltigkeit hat nicht nur einen Umweltschutzzweck, sondern kann auch Kosten einsparen. Auch eine weitgehende Unabhängigkeit von externer Stromversorgung reduziert in der aktuellen Lage die Kosten spürbar.

Autor: Sandra Schäfer

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