E-Autos sind nicht gleichmäßig in Deutschland verteilt

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Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb sind für Waschanlagen eine besondere Herausforderung. Selten wegen des E-Antriebs, sondern vielmehr wegen der modernen Fahrzeugtechnik, die in neuen Fahrzeugen verbaut sind. Aber nicht in jedem Bundesland werden Betreiber von Waschanlagen gleich schnell feststellen, dass sie mehr E-Autos waschen werden.

Wenn man den Trend der Fahrzeugzulassungen beobachtet, nehmen die Anteile von E-Autos im Vergleich zu Fahrzeugen mit herkömmlichem Antrieb immer schneller zu. Doch es ist noch gar nicht so weit, dass E-Autos flächendeckend auf deutschen Straßen unterwegs sind. Vielmehr kann man regionale Unterschiede feststellen und ein Ballungsgebiet mit den meisten E-Autos ausmachen.

Brandenburg und Berlin sind Spitzenreiter

Aktuell gibt es einer Auswertung eines Autoversicherers zufolge noch kein Bundesland in Deutschland mit mehr als 6 % Anteil an E-Autos. Doch Brandenburg mit 5,7 % und Berlin mit 5,3 % zeigen sich als ein deutliches Ballungsgebiet für E-Autos. Weitere Bundesländer mit über 5 % E-Auto-Anteil sind Hamburg (5,4 %), Hessen (5,4) und Bayern mit 5,1 %.

Die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben die geringste E-Auto-Dichte mit unter 4,5 %. Wie stark sich diese Zahlen zukünftig entwickeln werden, ist eng an die Geschwindigkeit des Ladeausbaus gekoppelt.

Zukunftsthema für die Waschanlagen

E-Autos als solche sind kein Problem für Waschanlagen, da diese genauso gewaschen werden können, wie jedes andere Fahrzeug mit den entsprechenden Einfahrmaßen. Doch viele E-Autos sind Fahrzeuge der nächsten Generation und haben eine Vielzahl von Sensoren verbaut. Automatisierungen, die eigentlich dem Komfort und der Sicherheit des Autofahrers dienen sollen, werden in der besonderen Fahrsituation einer Waschanlage zum Konfliktfall.

Faktor Mensch beachten

Um zukünftig häufigere Störungen, Stillstand, Beschädigungen oder Unfälle zu vermeiden, müssen Waschanlagenbetreiber immer stärker den Faktor Mensch beachten. Wenn der Fahrer sein hochtechnologisiertes Fahrzeug nicht mehr vollständig beherrscht oder das Fahrzeug aufgrund von Programmierungen eigenständig reagiert, entstehen neuen Situationen in Waschanlagen. Erste Schritte zur Störungsvermeidung ist ein besonders guter und geschulter Umgang mit den Waschkunden. Stellen Mitarbeiter bereits vor der Einfahrt in die Waschanlage Unsicherheiten fest, sollten Sie darauf reagieren und die passenden Hilfestellungen geben können. Da nicht jedes Fahrzeug gleich ausgestattet ist, liegt hier noch viel Arbeit vor der Waschbranche.

Autor: Sandra Schäfer

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