Auto-Abos erschweren Waschgeschäft

Das Angebot an Auto-Abos wächst. Dabei zahlen Kunden einen monatlichen Festbetrag für ein Auto mit einer kurzen Mindestvertragslaufzeit von nur wenigen Monaten. Im Preis enthalten sind alle Kosten wie Wartung, Inspektion, Versicherung und Steuern. Es drängt sich die Frage auf, ob solche Autofahrer zukünftig noch Wert auf eine Autowäsche legen.

Die Carwash-Branche betont immer wieder, dass die Autowäsche nicht nur einen optischen Effekt hat. Auch die Verkehrssicherheit und die Werterhaltung des Fahrzeuges sollte bedacht werden, wenn Kunden überlegen die Autowäsche lieber seltener zu besuchen.

Auto-Abos verändern den Markt

Sollte der Trend der Auto-Abos weiter wachsen, könnte sich dies nachhaltig auf die Mobilitätsbranche auswirken. Gerade in Großstädten senkt das breite Mobilitätsangebot die Notwendigkeit eines Autos. Wenn nun durch Auto-Abos das Angebot wächst, kein eigenes Auto mehr anschaffen und unterhalten zu müssen, rücken manche Dienstleistungen aus dem Fokus. Für Kunden von Auto-Abos sind Themen der Fahrzeugpflege und -wartung nicht mehr relevant, weil diese Aspekte entweder im Abo enthalten werden und nun in der Verantwortung des Abo-Gebers liegen oder weil sie bei regelmäßig wechselnden Fahrzeugen nicht mehr in die Nutzungszeit fallen.

Die Fahrzeugwäsche könnte von diesem Effekt besonders betroffen sein. Die Abo-Kunden würden ihr Fahrzeug nur noch dann waschen, wenn es stark verschmutzt ist oder die Verkehrssicherheit offenkundig eingeschränkt ist. Viele Autowäschen, die aktuell noch zum Routineablauf einer Woche oder eines Monats gehören, würden dann wegfallen. Ob die Zusammenarbeit mit den Abo-Gebern diesen Waschumsatz ausgleichen wird, bleibt abzuwarten.

Autor: Sandra Schäfer

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