Erster europäischer ICA-Präsident über Technologie und Service

Richard Enning, Vorstand von Mr. Wash, übernimmt die Präsidentschaft der International Carwash Association (ICA). Der aus einer Autowaschfamilie stammende Deutsche kehrte zunächst der Branche den Rücken, wurde aber dann wieder vom Waschvirus infiziert – mit vollem Erfolg.

Enning begann vorerst eine Karriere als Berater bei einem Industrieunternehmen, bevor er wieder zur Autowaschindustrie zurückfand. Diese Karriereleiter begann er als Manager eines Mr. Wasch-Standortes in München, wie er Car Wash Mag berichtet. Seither hat er viele Veränderungen der Branche miterlebt, aber seine Entscheidung weder angezweifelt noch bereut.

Service und Technologie

Eine diese Veränderungen, die insbesondere heute die Branche umwälzt, ist die fortschreitende Technologie. „Technologie ist sehr wichtig, aber am Ende ist es nur ein Werkzeug. Schließlich geht es um die Interaktion zwischen Kunde und Anbieter. Was ich gelernt habe ist, dass der Begriff „Automobil“ nicht wirklich in diesen Sektor passt. Die Autowaschbranche ist sehr serviceorientiert.“ Sie glich eher der Hotellerie, so Enning weiter: „Genau wie bei einem Restaurantbesuch dreht sich bei einem Ausflug in eine Waschanlage alles um Gastfreundschaft und Service. Wenn Sie in diesem Bereich erfolgreich sein wollen, müssen Sie darauf achten.“

Auch bei der Implementierung neuer Zahlungssysteme muss ein Auge darauf gehalten werden. Sie müssen sich durch Benutzerfreundlichkeit und Einfachheit auszeichnen. „Die Implementierung von Apps ist unverzichtbar. Um sicherzustellen, dass Ihre Kunden Ihre App nutzen, müssen Sie sich für eine einfache und übersichtliche Steuerung entscheiden. Die besten Apps zeichnen sich durch ihre Einfachheit aus. Nehmen Sie die Uber-App als Beispiel: Kein Schnickschnack, aber sehr beliebt.“

Zusammenspiel

Das Zusammenspiel der beiden Komponenten lässt sich auch ohne Probleme auf die ICA selbst übertragen. Die Internettechnologie ermöglicht uns eine Vernetzung wie nie zuvor – eine Organisation wie die ICA muss ihr Netzwerk stets erweitern. „Jede Organisation braucht Mitglieder. Man muss voneinander lernen, um zu wachsen. Zusammen stehst du stärker dar als alleine. In den letzten Jahren hat die ICA Veranstaltungen aller Art ins Leben gerufen, um das Engagement innerhalb des Sektors zu erhöhen. Wir können viele Menschen erreichen, indem wir Veranstaltungen wie die Car Wash Show Australia und die Car Wash Show Europeorganisieren. Die Leute schauen über die Grenzen hinaus und das finde ich großartig.“

Autor: Eva Heuft

Eva Heuft, studierte Germanistin und Anglistin, arbeitet als Redakteurin für das CarwashPro Magazin.

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