Häufige Fehler bei der Felgenreinigung

„Mindestens zweimal im Jahr“, so lautet die Faustregel von Experten zur Felgenreinigung. Wer sich daran orientiert, ist fürs Erste gut beraten. Doch worauf sollte noch geachtet werden?

Hausmittel für die Felgenreinigung

Vorab: Viele Kunden wissen nicht, dass der langfristige Einsatz von Hausmitteln für die Felgenreinigung nicht zu empfehlen ist. Ein falsch gewähltes Hausmittel richtet grade bei Leichtmetallrädern schnell Schaden an. Dass die Felgen nach der ersten Anwendung besser aussehen als zuvor, ist wie wir wissen noch lange kein Erfolgsindikator. Bei mehrfacher Nutzung verändern Hausmittel auf kurz oder lang die Oberfläche der Felgen und stumpfen sie ab. Eine Waschanlage oder extra Reinigungsmittel bewirken dagegen echte Wunder.

Wenn Kunden trotzdem nach schnellen Lösung suchen, greifen sie häufig zu Zahnpasta – für besonders hartnäckige Bremsstaub Verschmutzungen, Backofenspray als säurefreien Ersatz, Backpulver, Putzstein oder Margarine für den extra Glanz. Es ist wichtig, dass der Kunde über die Schäden informiert wird, die durch die Nutzung solcher “Tricks” entstehen können.

Die häufigsten Fehler bei der Felgenreinigung

  1. Heiße Felgen direkt nach der Fahrt waschen: Durch die Hitze trocknen Wasser und Reinigungsmittel zu schnell auf der Oberfläche ein. Dies verändert die Konzentration und Wirkung des Reinigungsmittels. Ein Hinweisschild oder der freundliche Hinweis eines Mitarbeiters kann helfen diesen Fehler zu vermeiden.
  2. Zu Hause waschen, anstatt in einer Waschanlage: Es kann eine Menge Ärger sparen, sich erst einmal zu informieren, ob es in der Wohngegend erlaubt ist, die Felgen zu Hause zu waschen. Es steht nämlich keine direkte Strafe auf das Waschen ihres Wagens, jedoch auf Verschmutzung des Grundwassers. Hierbei drohen je nach Gemeinde bis zu 1.000 Euro Strafe. Darüber müssen sich Waschkunden beim Besuch einer Waschanlage keine Sorgen machen.
  3. Leichtmetallfelgen zu selten zu waschen: Ist der Schmutz einmal eingefressenen, bekommt man die Felgen nur sehr schwer oder gar nicht mehr sauber. Ein regelmäßiges, kurzes Waschen bei neuer Verschmutzung kann helfen.
  4. Die Vorwäsche wegzulassen: Die Vorwäsche sollte möglichst gründlich gemacht werden. Zurückgebliebener grober Schmutz könnte ansonsten zu Kratzern in der Felge führen und sie schneller rosten lassen. Zu viel Kraft anzuwenden ist genauso unratsam. Selbst kleinste Steine im Putzlappen können Kratzer verursachen.
  5. Die Nutzung von säurehaltigen Mitteln: Die Säure in ungeeigneten Reinigungsmitteln greift die Oberfläche an und lässt vor allem Aluminium und Stahlfelgen schnell stumpf erscheinen. Viele Kunden informieren sich hierüber nicht ausreichend. Im schlimmsten Fall werden Schäden dann der Waschanlage zugeschrieben.

Felgenschutz für Gummibestandteile

Der Felgenschutz ist eine Gummileiste an der äußeren Seitenwand der Felgen. Er beugt Beschädigungen, durch zum Beispiel eine Bekanntschaft mit der Bordsteinkanten vor. In erster Linie schützt er jedoch nur effektiv vor Kratzern und Beulen durch geringe Krafteinwirkung.

Ein Felgenschutz ist nicht bei jedem Auto notwendig. Bei Reifen mit hohem Profil reicht das Gummi, das über die Felgenkontur ragt, zum Schutz aus. Für gewöhnlich reicht es den Felgenschutz zu prüfen zu lassen, wenn das Auto ohnehin zum Reifenwechsel in die Werkstatt kommt. Bei dieser Gelegenheit lassen sich die demontierten Felgen übrigens viel einfacher reinigen. Es entstehen keine Schäden durch Reinigungsmittel, das auf Bremsscheiben und Beläge gerät und die meist stark verschmutzte Innenseite der Felgen liegt frei.

Autor: Sandra Schäfer

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