CO2-neutraler SB-Waschplatz dank Wärmepumpe

Der SB-Waschplatz des Unternehmens Reifen Stefan in Grünstadt wird seit kurzem CO2-neutral betrieben. Dies war zwar gar nicht das Ziel, aber es stellt sich nun als positiver Nebeneffekt heraus. Die lokale Presse berichtet ausführlich über die Umbauarbeiten an der Waschanlage.

Bis vor kurzem noch wurde der SB-Waschplatz in Grünstadt mit einer Ölheizung und einer Solarheizung betrieben. Doch beides passte nicht mehr zu den Anforderungen der Anlage. Außerdem benötigte die Ölheizung jährlich 11.000 Liter Heizöl. Der Geschäftsführer Michael Bayer entschied sich für umfangreiche Umbaumaßnahmen an einer der drei Anlagen des Unternehmens.

Die Leistung der Solaranlage auf dem Dach der SB-Waschplätze reichte nicht mehr aus, um das Waschwasser und im Winter auch die Fußbodenheizung ausreichend und zuverlässig zu erwärmen. Die Solaranlage wurde nun vergrößert und dies führte dazu, dass der Heizölverbrauch auf 8.000 Liter gesenkt werden konnte.

Den entscheidenden Unterschied machte jedoch der Einbau von zwei Wärmepumpen. Seit der Umstellung wird gar kein Heizöl mehr benötigt. Das Wasser wird nun nach dem Prinzip der Durchlauferwärmung erwärmt. Das Frischwasser läuft nach dem Durchlauf durch die Abscheideanlage in den Wasservorratsbehälter mit 1.000 Litern Fassungsvermögen und strömt von unten aufsteigend an heißem Wasser vorbei. Oben angekommen ist das Waschwasser ausreichend erwärmt und kann mit 55 Grad Celsius wieder zum Waschen genutzt werden.

Diese Änderungen allein bewirken noch keine CO2-Neutralität. Der Strom zum Betrieb der Anlage wird von den Stadtwerken bezogen. Da man hier ausschließlich grünen Strom einkauft, ist die SB-Waschanlage faktisch CO2-neutral.

Bayer zeigt sich voll zufrieden mit dem Umbau der Waschanlage. Die anderen zwei Waschanlagen des Unternehmens sind noch nicht umgebaut und daher auch noch nicht CO2-neutral. Doch in Grünstadt bot sich diese Gelegenheit, da der Umbau und die Erweiterung der Solaranlage notwendig wurde.

Finanziell war dieser Umbau mit Kosten in Höhe von 40.000 Euro verbunden. Etwa ein Drittel davon wurde vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) subventioniert. Trotz der hohen Investitionssumme zeigt sich Bayer zuversichtlich, dass die Investition binnen drei  Jahren refinanziert ist – sollte es keine Defekte geben.

Mit Blick auf die Kosten und die Aussicht auf Kostenersparnis ist das Fazit des Geschäftsführers eindeutig: „Ich würde am liebsten noch eine Waschanlage bauen, aber das passende Grundstück fehlt mir noch.“

Bildquelle: Reifen Stefan Bad Dürkheim GmbH

Autor: Sandra Schäfer

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