Nach dem Tanken soll auch Waschen digital bezahlt werden

Die App fillibri soll sich zu einer Branchenlösung zum digitalen, kontaktlosen und bargeldlosen Bezahlen beim Tanken und Waschen entwickeln. Das Unternehmen Westfalen AG hat dafür eigens ein Start-up gegründet. Mittlerweile schließen sich immer mehr Unternehmen der Tank- und Waschbranche der fillibri-App an.

Erst vor einem Jahr, im Herbst 2020, wurde das Start-up fillibri von der Westfalen AG und der AVIA AG gegründet. Das Ziel war es eine Branchenlösung zu gründen, die branchenintern entwickelt werden kann und so direkt auf die Bedürfnisse des Marktes reagiert. Auch wenn mit den beiden Gesellschaftern große Mineralölunternehmen aus Deutschland hinter fillibri stehen, betont der Geschäftsführer Karsten Hüls, dass fillibri unternehmensoffen ist und eine Entwicklung aus dem Mittelstand für den Mittelstand der Tank- und Waschbranche Deutschlands sein soll. Aktuell ist die Nutzung der fillibri-App bereits an über 700 Tankstellen in Deutschland möglich. Zu den Partnern gehörten neben der Westfalen AG und der AVIA AG auch teilnehmende Tankstellen von HEM, Markant, der team SE und Willer. „Weitere Partner sind uns jederzeit herzlich willkommen!“ unterstreicht Hüls.

Digitaler, einfacher Bezahlvorgang

Die Kunden, die die fillibri-App zum Bezahlen an der Zapfsäule nutzen, müssen nach dem Tanken nicht mehr persönlich zur Kasse gehen. Sie öffnen die fillibri-App und zahlen über ein PayPal-Konto einfach digital in der App. Im Kassensystem erscheint dann eine Bestätigung, dass der Tankvorgang digital bezahlt wurde. Für den Kunden entstehen keine zusätzlichen Kosten, denn er bezahlt auch mit der App nur den Betrag, den die Zapfsäule anzeigt.

Digitalisierung überzeugt Kunden

Grundsätzlich findet Digitalisierung aktuell in vielen Lebensreichen statt und ist bei vielen Bezahlvorgängen zum neuen Standard geworden. Beim Zahlen an der Tankstelle trifft dieser Trend auf besondere Zielgruppen, die einen Zusatznutzen vom digitalen Bezahlen haben. So müssen etwa Motorradfahrer nicht mehr ihr Fahrzeug abstellen, den Helm abnehmen und zur Kasse gehen. Auch Autofahrer in Begleitung mit Kindern und Kleinkindern brauchen sich keine Gedanken mehr machen, ob man Kinder für den Bezahlvorgang unbeaufsichtigt im Auto lassen könne. Schließlich ist digitales Bezahlen auch für diejenigen Kunden interessant, die schlicht den zeitlichen Vorteil nutzen wollen. Das digitale Bezahlen spart Zeit und ist gerade auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause ein willkommener Zeitgewinn. Nach Aussage von fillibri haben Kunden bereits bestätigt, genau wegen der Verfügbarkeit der App-Bezahlung an eine neue Tankstelle gewechselt zu sein. Gleichzeitig erschwert der Mangel an persönlichem Kundenkontakt den Verkauf von Nebenprodukten und der Ware für Kurzentschlossene. Es wird sich zeigen, wie Anbieter auf die neuen Gegebenheiten umstellen werden und eine neue Möglichkeit finden, ihre Kunden auch mit digitalem Bezahlen mit Kaffee, Zeitung und Snacks zu versorgen.

Waschen als nächstes Projekt

Die Autowäsche in die fillibri-App zu integrieren ist der nächste Schritt. Doch nach Aussage von fillibri gestaltet sich dies schwerer bei Tankstellen. „Aufgrund der Vielzahl der verschiedenen Waschanlagenhersteller und des zwingenden Einsatzes von Technikern zur Umrüstung der Waschanlagen dauert dies etwas.“ beantwortet fillibri die häufig gestellten Fragen seiner Kunden. Gleichzeitig wird bestätigt, dass man an einer ständigen Erweiterung arbeiten würde und regelmäßig neue Tankstellen im 50-Kilometer-Umkreis des Nutzers in der App angezeigt würden. CarwashPro wird die Entwicklungen des digitalen Bezahlens von Fahrzeugwäschen weiterhin begleiten.

Autor: Sandra Schäfer

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