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Auf Wachstumskurs – Dr.Stöcker steigert Umsatz deutlich

Geschäftsführende Gesellschafter von Chemische Fabrik Dr.Stöcker GmbH & Co. KG: (v.l.n.r.) Dr. Oliver Gozdowski, Benjamin Gozdowski und Christain Möller (Foto: Dr.Stöcker)

In der Corona-Pandemie hat die Produktion von Desinfektionsmitteln die chemische Fabrik Dr.Stöcker durch die Krise gebracht. Nun sind es Kundengewinne im Private-Label-Bereich und die hohe Nachfrage nach AdBlue. Mit dieser Flexibilität, die komplette Organisation in kürzester Zeit an neue Marktgegebenheiten anzupassen, stellt das inhabergeführte Mittelstandsunternehmen aus Rheinland-Pfalz seine Innovationsführerschaft im chemischen Automotive- und Car-Care-Bereich wieder unter Beweis.

Dr.Stöcker konnte seine Umsätze im Geschäftsjahr 2022 um knapp 30 Prozent steigern. Damit hat sich das Gesamtwachstum deutlich beschleunigt. „Einen Teil unseres Umsatzwachstums müssen wir auf inflationsbedingte Preissteigerungen und Nachfragesprünge zurückführen und somit in der Wertigkeit relativieren. Neben einem starken Neukundengeschäft konnten wir aber in 2022 auch den Absatz unserer Produkte noch einmal deutlich steigern.“, so Christian Möller, der als Mitgeschäftsführer und Gesellschafter den Bereich Vertrieb bei Dr.Stöcker verantwortet. Die positive Unternehmensentwicklung zeigt sich auch im Anstieg der Mitarbeiterzahl, die sich in den letzten fünf Jahren annähernd auf knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdoppelte.

Diversität in der Produktion

Dr.Stöcker produziert seit 1959 Waschchemie und seit 2008 chemische Private-Label-Lösungen für namhafte Marken, die aus vertraglichen Verschwiegenheitsgründen nicht genannt werden dürfen. Dazu zählen vorwiegend Produkte der Auto- und Motorradpflege, aber auch Industrie- und Gewerbereiniger für Fachmärkte und SB-Handelsgruppen. Hinzu kamen noch weitere Standbeine wie Desinfektionsmittel und die Zertifizierung als offizieller AdBlue-Hersteller.

Was das traditionelle Geschäft mit Waschanlagenchemie angeht, berichtet das Unternehmen von einem zufriedenstellenden Geschäftsjahr. Dazu Finanz-Geschäftsführer und Mitgesellschafter Dr. Oliver Gozdowski: „Unsere Auftragslage und der Umsatz sind weiter zufriedenstellend, was auch die Auslastung in der Produktion zeigt. Dennoch schlägt sich die allgemeine Zurückhaltung der Konsumenten auch auf die Geschäfte unserer Waschanlagenkunden nieder“.

Nachhaltigkeit auch in der Waschchemie ein Megatrend

Dass die Nachhaltigkeit auch vor Waschanlagen nicht Halt macht, hat der Chemiehersteller bereits frühzeitig erkannt. So wurde bereits im Jahr 2013 der 5 Liter Standbeutel „EasyPack“ als erstes Ökogebinde für Waschanlagenchemie auf den Markt gebracht. Was damals überwiegend Endverbrauchern für Produkte der Haushaltsreinigung oder Körperpflege vorbehalten war, ist heute bei Betreibern von Waschanlagen, insbesondere von Portalanlagen ein fest etabliertes Standard-Gebinde für Chemie.

Im Jahr 2021 folgte dann die Revolution im Bereich Chemieverpackung mit der „Bag-in-Box“. Die Kombination aus einem umweltfreundlichen Karton und einem innen liegenden Folienbeutel spart im Vergleich zum herkömmlichen Kanister rund 90 % Plastik. Das reduziert den CO₂ Ausstoß nicht nur bei der Kunststoffherstellung, sondern auch beim Transport. Anlagenbetreiber profitieren durch den Entfall der raumintensiven Lagerung der leeren Kanister und dem sauberen Handling im Technikraum. Gleichzeitig bietet sich mit der Bag-in-Box im hart umkämpften Waschgeschäft ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil, da man mit der Reduzierung von Verpackungsmüll gezielt gegenüber den Waschkunden werben kann. 

Neben den umweltfreundlichen Gebinden, folgte als logische Konsequenz die Einführung einer umweltfreundlichen Waschchemie, die erstmals auf der UNITI expo 2022 in Stuttgart vorgestellt wurde. Die Serie „ECOPRO“ ist mit dem strengen skandinavischen Umweltsiegel „Nordic Swan Ecolabel“ ausgezeichnet und übertrifft damit die Anforderungen an die biologische Abbaubarkeit gemäß der Detergenzienverordnung.

Stärke des Mittelstandes

Als größtes Sorgenkind sieht Dr.Stöcker auch im Jahr 2023 weiter den zunehmenden Kostendruck. Christian Möller: „Auch wenn sich die Lieferkettenverwerfungen etwas entspannen, sorgen die weiterhin hohen Energiepreise für hohe Rohstoffkosten. Der Aufnahmefähigkeit des Marktes für solch hohe Preise sind auf Dauer Grenzen gesetzt. Aber auch hier zeigen sich die Stärken eines unternehmergeführten Mittelstandsunternehmens wie Dr.Stöcker mit seiner Dynamik und Unabhängigkeit – nicht nur was die Innovationskraft angeht, sondern auch in finanzieller Hinsicht. Wenn wir einen Bedarf erkennen, müssen wir niemanden fragen, sondern setzen uns zu dritt zusammen und entscheiden. Das schätzen auch unsere Mitarbeiter und Kunden. Sobald die Rohstoffpreise wieder fallen, werden auch wir unsere Chemiepreise wieder senken“.

Autor: Sandra Schäfer

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