Neuer Autohof an der B49: PKW- und Nutzfahrzeugwäsche inklusive

Tom Rathschlag ist alleiniger Betreiber des neuen ESSO geflaggten Autohofs in Merenberg. Ende 2018 wurde der Hof feierlich eingeweiht. Neben der zukunftsorientierten Tankstelle mit Ladestationen, Spielhalle und attraktivem Shop, entschied sich der Gründer auch für Möglichkeiten zur Personenkraftwagen- und Nutzfahrzeugwäsche.

Der zuvor in der Systemgastronomie tätige 24-jährige Rathschlag verhandelte mit der SVG Hessen und der Stadt Merenberg, um das etwa 30.000 Quadratmeter große Grundstück in einen Autohof zu verwandeln.

Bürgermeister und SVG wurden sich rasch einig, ein lokaler Architekt sorgte für die nötige Planungshilfe. „Wir befragten einen Steuerberater, analysierten unter betriebswirtschaftlichen Aspekten – soweit überhaupt möglich – den künftigen Standort“, so Rathschlag. Der Entschluss, das Projekt anzupacken, lag zunächst nicht auf der Hand, da der Standort nicht in unmittelbarer Nähe zu Autobahnen liegt. Die Bundesstraße 49 scheint dennoch attraktiv, da sie A45 und A3 in Ost-West-Richtung verbindet.

Nutzfahrzeuganlage

Es wurde eine extra lange Waschhalle gebaut, in der zwei Bahnen jeweils mit Vorwaschplatz und die Anlage selbst Platz finden. Hellgraue Wand- und Bodenmaterialien, LED-Licht und durchsichtige Dachelemente sorgen für gute Lichtverhältnisse in der Halle. Obwohl man zunächst nur über die Fahrzeugwäsche von PKW sprach, wurde schnell klar, dass „wir auch was für unsere LKW brauchen.“

Rathschlag entschied sich für die MaxiWash Vario der Firma WashTec, die er zusätzlich individuell anpassen ließ, um höchstmöglichen Komfort, Flexibilität und beste Ergebnisse zu erzielen.

Den Nutzfahrzeugen stehen zwei parallele Straßen offen.

Ausstattung und Handling

Dazu gehören Spiegelumfahrung, die doppelte Seitenbürstenlagerung oben und unten, mit der die Bürsten konstant angepresst und gleichmäßig geführt werden können. Dadurch, dass der Bürstenanpressdruck vollelektronisch geregelt wird, können die Bürsten den Fahrzeugkonturen präziser folgen und reinigen besser.

Außerdem bietet er seinen Kunden die Möglichkeit einer automatischen Unterbodenwäsche, dank einer Unterflur-Waschanlage.

„Es ist schon ganz gut, wenn Technik und Chemie aus einer Hand kommen“, meint Rathschlag, der sich prompt für die Reinigungschemie der Tochterfirma AUWA entschieden hat. Seiner Meinung nach kommt diese Kombination aus abgestimmten Reinigungsmitteln und flexibler Anlage auch insbesondere schwierigen Fahrzeugen wie Silo-LKW zugute. „Durch viele herausragende Armaturen bei den Silos ist es erforderlich, in bestimmten Bereichen die Bürsten auszusteuern. Hier sind die Vorwäscher gefragt. Sie müssen in diesen Fällen die Maschine unterstützen.“, so der Betreiber.

PKW-Wäsche

Für PKW und hohe Transporter ist in einer kleineren Waschhalle eine Portalanlage installiert.

Zusätzlich zur großen Waschhalle für LKW installiert der Jungunternehmer eine Anlage für PKW. Die Portalanlage befindet sich in einer kleineren Halle, in der dennoch auch hohe Transporter gewaschen und gepflegt werden können. Damit gehört die SoftCare2Pro Portalwaschanlage ebenfalls aus dem Hause WashTec trotzdem zu den XL-Anlagen: Bis zu 2,90m hohe und 2,58m breite Fahrzeuge passen bequem hinein.

Auch für den Entertainment-Faktor ist gesorgt: Farbiges LED-Licht begleitet die Wäsche, welches durch weiße Wandpaneele gut zur Geltung kommt und laut Betreiber „Gute-Laune-Stimmung“ verbreitet.

Für diejenigen, die ihr Auto lieber selbst verwöhnen, stellt Rathschlag zwei SB-Waschplätze als Kopfstation zur Verfügung. Durch die intelligente Vernetzung kann ggf. ein dritter SB-Platz in hochfrequentierten Zeiten ergänzt werden. „Der Vorwaschplatz vor der Portalwäsche ist mit an der SB-Technik angeschlossen. Es entstand quasi ein dritter SB-Waschplatz.“

Auch für Fahrer, die ihr Auto selbst verwöhnen möchten, ist gesorgt. Bilder von WashTec

Ein kleines Manko räumt der Betreiber jedoch ein: Die SB-Plätze sind noch nicht mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Die Leitungen dafür liegen jedoch schon in der Erde bereit, wodurch bei Bedarf einfach nachgerüstet werden kann.

Auch bei der Wahl der Wasseraufbereitungsanlage beweist der Unternehmer Weitsicht: Die Anlage nutzt Glasperlen als Filtermaterial, um verschmutztes Waschwasser wieder zu reinigen. Sie ermöglichen besonders gute Strömungsverhältnisse für das Brauchwasser. Der Schmutz kann auf der glatten Glasfläche nicht haften. „Sie waren zwar eine Ecke teurer, verschleißen jedoch nicht.“

Autor: Eva Heuft

Eva Heuft, studierte Germanistin und Anglistin, arbeitet als Redakteurin für das CarwashPro Magazin.

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